Hausbau - ohne Stolpersteine zu Ihrem persönlichen Traumhaus auf Mallorca
Es gibt gute Gründe, den Hausbau auf der traumhaften Baleareninsel Mallorca selbst in die Hand zu nehmen. Entscheiden Sie sowohl die Lage Ihrer Wunschimmobilie, als auch die Ausrichtung, den Schnitt und gestalten Sie Ihre persönliche Ruhe Oase in Form eines traumhaften Gartens. Da es eher schwierig ist, eine Bestandsimmobilie zu finden, die zu 100 Prozent den eigenen Vorstellungen entspricht, erweist es sich, als äußerst lohnend selbst zum Bauherren zu werden und das persönliche Traumhaus auf der Baleareninsel zu errichten.
Bauträger, Generalunternehmer oder Architekt - was ist die bessere Wahl?
Auch auf Mallorca stehen die typischen Wege zum eigenen Haus zur Wahl
1. Mit einem Bauträger zur eigenen Immobilie
Die Entscheidung für einen Bauträger ist dann sinnvoll, wenn Sie es bevorzugen alles aus einer Hand zu bekommen. Bauträger planen im Vorfeld ein Bauprojekt für ein bestimmtes Grundstück und der Käufer erhält letztlich ein Grundstück und alle Bauleistungen aus einer Hand. So stehen zwar sowohl Grundstück als auch die Pläne fürs Haus bereits fest, jedoch beginnt der Bau erst bei Kauf und so können Käufer noch ihre Wünsche einfließen lassen, um die Immobilie den eigenen Vorlieben und Vorstellungen anzupassen. Da bereits im Vorfeld der Kaufpreis feststeht und die Risiken aufgrund des Bauträgervertrages vom Bauträger getragen werden, ist diese Variante durchaus beliebt.
2. Mit einem Generalunternehmer zum Haus
Möchten Sie sich selbst ein Grundstück suchen und somit die Lage Ihrer Immobilie bestimmen, so ist die Beauftragung eines Generalunternehmens eine sinnvolle Variante. In der Regel übernimmt das Generalunternehmen sowohl die Planung der Immobilie als auch die Umsetzung. Alle Gewerke erhalten so Bauherren aus einer Hand und die Gestaltungsspielräume sind in der Regel wesentlich größer als bei Bauträger-Projekten. Im Bauwerkvertrag wird die Bau- und Leistungsbeschreibung detailliert festgehalten und ein Festpreis für die Leistungen festgeschrieben. Sollten jedoch Mehrkosten aufgrund der Bodenbeschaffenheit entstehen, so trägt dieses Risiko der Bauherr alleine.
Wichtig ist es darauf zu achten, dass auf Mallorca zur Errichtung eines Einfamilienhauses in der Regel ein Grundstück von mindestens 14.000 Quadratmetern benötigt wird. Dabei können auch mehrere benachbarte Grundstücke zusammengelegt werden, um die Mindestgröße zu erreichen.
3. Mit einem Architekten zum individuellen Traumhaus
Individualisten, die eine Immobilie nach Maß auf Mallorca erbauen möchten, sollten auf einen Architekten setzen. Wer sich für ein Architekten-Haus entscheidet, hat als Bauherr alle Fäden in der Hand und kann all seine Wünsche durch den Architekten umsetzen lassen. Der Architekt begleitet dabei den Bauherren von der Planung bis zur Fertigstellung und errichtet auf dem vom Bauherren gekauften Grundstück ein maßgeschneidertes Haus.
Der Kostenfaktor für das Architektenhonorar beträgt auf der Kanareninsel circa 12 Prozent der Gesamtbaukosten.
Für Bauherren wichtig zu wissen ist, dass der Architekt keine Gesamtkostenzusage gibt. Der Architekt haft rein für seine Planung und nicht für die Bauausführung.
Dies sollten Bauherren über den Hausbau auf Mallorca wissen
Nachdem ein geeignetes Baugrundstück gefunden und erworben wurde, geht es mit Architektensuche weiter. Grundsätzlich sollten sich Bauherren hierfür etwas mehr Zeit einplanen. Es ist sinnvoll, sich mit mehreren Architekten zu unterhalten, um herauszufinden, welcher Architekt, der passende für die eigenen Baupläne ist. Auf der einen Seite sollte die Chemie zwischen Bauherren und Architekten stimmen und auf der anderen Seite der Stil des Architekten zu den Vorstellungen des Bauherren passen. Dies ist besonders wichtig, da ein Hausbau eine enge Zusammenarbeit erfordert und bis zu zwei Jahren dauern kann.
Die üblichen Schritte von der Planung bis zur Fertigstellung:
Grundstücksanalyse durch den Architekten: Im ersten Schritt ist es wichtig, dass der Architekt prüft, ob die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Bebauung erfüllt sind und ob es möglicherweise Einschränkungen für das geplante Projekt gibt. Hierbei ist es wichtig rechtliche und technische Einschränkungen zu prüfen.
Raumbedarfsplan: Im zweiten Schritt erstellt der Architekt einen ersten Entwurf des Bauplans, um den „Raumbedarf“ und die Wünsche hinsichtlich Technik und Ausstattung festzuhalten.
Antrag auf Baugenehmigung: Für den dritten Schritt muss etwas Zeit eingeplant werden, denn der Architekt muss bei der zuständigen Gemeindeverwaltung eine Baugenehmigung beantragen. Die Bearbeitung durch die Verwaltung kann je nach Gemeinde mehrere Monate in Anspruch nehmen. Grundsätzlich gliedert sich der Genehmigungsprozess in Projecto Basico (Bauvoranfrage), Licencia de Obras (Baugenehmigung) und Projecto de Ejecucion (Ausführungsprojekt).
Tipp: Nicht nur der Architekt kann den Antrag auf Baugenehmigung stellen, sondern auch der Bauherr. Zudem gibt es Serviceunternehmen, die sich auf das Stellen von Baugenehmigungen spezialisiert haben. Dazu zählt www.baugenehmigung.online. Hier wird der Service online für 450 Euro zzgl 21% IVA angeboten (Stand 2020)
Ausschreibung und Beauftragung der einzelnen Gewerke: In der Regel übernimmt der Architekt die Durchführung der Ausschreibung, um die benötigten Baufirmen zu gewinnen. In den meisten Fällen kennt der Architekt zahlreiche Baufirmen von gemeinsamen Projekten und kann diese entsprechend einschätzen. So ist es ratsam, auf die Präferenzen des Architekten zu achten, und auf dessen Empfehlungen zu setzen. Bei unbekannten Firmen ist es wichtig, sich Referenzprojekte anzusehen.
Fertigstellung des Bauprojekts: Sobald das Projekt beendet ist erstellt der Architekt eine Bauabschlusserklärung oder auch „Final de Obra“. Diese ist wichtig, damit von Seiten der Gemeinde die Bauabnahme, ebenfalls „Final de Obra“ genannt, durchgeführt wird.
Grundbucheintragung: Nach der Bauabnahme durch die Gemeinde ist es noch wichtig, den Neubau ins Grundbuch eintragen zu lassen. Zwar ist das Grundstück bereits im Grundbuch eingetragen, aber auch der Neubau ist einzutragen. Hierfür wird ein Notar benötigt, bei dem eine sogenannte Neubauerklärung „Obra Nueva“ abgeben wird. In dieser Erklärung wird der Neubau mit allen Details beschrieben.
Mit diesen Kosten sollten Sie beim Hausbau auf Mallorca rechnen
Grundsätzlich ist mit mindestens 1.000 Euro Baukosten pro Bruttoquadratmeter zu rechnen, wenn es sich um eine einfache Ausführung handelt. Je nach Plänen, können die Kosten jedoch auch deutlich höher ausfallen. Zusätzlich müssen die Honorare für das Architekturbüro, technische Gehilfen „Aparejador“ und Gebühren der Behörden sowie Mehrwert- und Bausteuer eingerechnet werden.
Für die reinen Baukosten muss mit circa 30 Prozent Nebenkosten zusätzlich kalkuliert werden.
Ein wichtiger Kostenfaktor sind die Grundstückskosten, die je nach Lage und Grundstücksgröße stark variieren können. Auf Mallorca sind Baugrundstücke (solar) kaum unter 100.000 Euro zu erstehen. Bei guter Lage können die Kosten leicht mehrere hunderttausend Euro betragen.
Beispielrechnung Hausbau Mallorca
Postenbetrag
Grundstückspreis (inkl. Kaufnebenkosten) 150.000 €
Baukosten (200 m² brutto, 1.000 € /m²) 200.000 €
Honorare und Abgaben 30 % 60.000 €
Außenanlagen 20.000 €
Gesamtkosten 430.000 €
Brutto-Quadratmeterpreis 2.150 €
Bei einem Einfamilienhaus belaufen sich so die Kosten pro Bruttoquatradmeter auf circa 2.100 Euro. Umgerechnet auf Nettoquadratmeter liegen die Kosten pro Quadratmeter bei circa 2.500 Euro. Da die üblichen Quadratmeterpreise für Neubauten „von der Stange“ auf Mallorca bei mindestens 3.000 Euro, Tendenz steigend, liegen, oft sogar bei bis zu 6.000 Euro, lohnt es sich, selbst zum Bauherren zu werden.
Wer selbst zum Bauherren wird, kann sich auf Mallorca ein Traumhaus ganz nach den eigenen Vorstellungen bauen und dies ist deutlich günstiger möglich, als der Erwerb fertiger Immobilien. Im Schnitt ist eine Ersparnis von etwa 25 Prozent der Gesamtkosten möglich, es sei denn die Baukosten laufen aufgrund von unvorhergesehenen Ereignissen aus dem Ruder.
Bei der Rechnung darf man natürlich die zahlreichen Stunden der Planung und Besichtigungen nicht außer Acht lassen, jedoch lohnt sich der Aufwand, denn neben der Ersparnis ist der Lohn für den Aufwand eine Immobilie, die optimal auf Sie als Besitzer abgestimmt ist.